Automatisierung vervielfacht jeden Prozess, auf den Sie sie richten — auch die kaputten. Bevor Sie irgendetwas verdrahten, ersparen Ihnen drei Fragen den größten Teil des späteren Bedauerns.
Ist der Prozess es wert, behalten zu werden?
Automatisieren Sie nur, wovon Sie gerne mehr hätten. Wenn ein Ablauf langsam ist, weil er schlecht entworfen wurde, sorgt Automatisierung nur dafür, dass Sie das Falsche schneller und in größerem Umfang tun. Die günstigste Optimierung ist oft das Streichen — entfernen Sie den Schritt, bevor Sie ihn beschleunigen.
Wer ist zuständig, wenn es bricht?
Jede Automatisierung ist ein kleines Stück Infrastruktur, und Infrastruktur fällt lautlos aus. Wenn niemand den Ablauf verantwortet, ist das erste Anzeichen einer Störung ein Kunde und kein Dashboard. Benennen Sie die zuständige Person vor dem Start — oder starten Sie nicht.
Was wird dadurch tatsächlich frei?
Automatisierung lohnt sich, wenn sie etwas zurückgibt, auf das Sie zeigen können: gewonnene Stunden, weniger Fehler, eine frühere Entscheidung. „Es wirkt moderner" ist kein Ertrag. Wenn Sie nicht benennen können, wofür die gesparte Zeit verwendet wird, ist die Begründung noch nicht fertig.
Sitzen diese drei Punkte, ist die Werkzeugwahl fast nebensächlich. Sitzen sie nicht, industrialisiert auch die ausgefeilteste Automatisierung der Welt bloß eine schlechte Gewohnheit.